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differenzierung

Differenzierung in Klassenstufe 9 und 10

Fr. Wegmann, Hr. Dibjick und Hr. Emrich

Möglichkeiten der Differenzierung

Variante 9. Klasse 10. Klasse
1 innere Differenzierung in beiden Jahrgangsstufen
2 Diff. auf zwei Niveaus G und E Diff. auf zwei Niveaus E1 und E2
3 Diff. auf drei Niveaus A, E und G Wegfall von G, Diff. auf A und E

Vor- und Nachteile dieser Varianten

Am Beispiel einer IGS-Jahrgangsstufe mit 120 Schülerinnen und Schülern, die in vier Klassen organisiert sind, werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Differenzierungsvarianten erläutert. Für eine Unterrichtsstunde, die nicht differenziert wird, werden insgesamt vier Lehrkräfte für die Jahrgangsstufe benötigt, da die Klassenmesszahl für die IGS 30 Schülerinnen und Schüler geträgt:

Variante 1, Binnendifferenzierung auf zwei Leistungsstufen

Vorteile
  • Keine Änderung nach der 9. Klasse, durchgängiges Prinzip für 9. und 10. Klassenstufen.
  • Teamteacher können die Lerngruppe gemeinsam unterrichten oder sich auch phasenweise für die äußere Differenzierung entscheiden.
  • Schülerhelferprinzip (stärkere Schüler helfen schwächeren Schülern), Förderung der Sozial- und Kommunikationskompetenz
  • Eigenständiges Lernen der Schüler fördern
  • Schüler lernen gemeinsam und werden nicht in verschiedene Gruppen aufgeteilt
  • Der eigene Klassensaal hat als Lernort eine größere Bedeutung, dadurch weniger Vandalismus
  • Weniger Zeitverluste durch Raumwechsel
  • SchülerInnen sehen ihren Klassenlehrer häufiger
  • Wechsel zwischen den Stufen ist leichter möglich
Nachteile
  • Im Vergleich zur äußeren Differenzierung größere Lerngruppen.
  • Lässt sich in der Öffentlichkeit schlechter „vermarkten“ („Bleiben die Leistungsstarken da nicht auf der Strecke?“).
  • Lehrkraft muss sich auf Teamarbeit einstellen, ansonsten hat sie deutlich mehr Arbeitsaufwand
  • Fachkompetenz der Leistungsstarken wahrscheinlich nicht auf höchstem Niveau möglich
  • Teamteaching nicht durchgehend für alle Stunden möglich
  • Derzeit Wechsel der Differenzierungsart nach der 8. Klasse nötig (5/6 Binnendifferenzierung, 7/8 äußere Differenzierung)

Variante 2, Äußere Diffenzierung auf zwei Leistungsebenen

Vorteile
  • Leistungshomogene Lerngruppen
  • Schüler lernen sich innerhalb der Jahrgangsstufe besser kennen
  • kleinere Lerngruppen
  • Lehrer kann besser auf Bedürfnisse der Schüler eingehen
Nachteile
  • Es werden mehr Klassen- bzw. Kursräume benötigt
  • Höherer Personal- und damit auch Vertretungseinsatz
  • Klasse wird auseinandergerissen
  • Innere Differenzierung als Unterrichtsalternative nicht mehr möglich
  • Ein Wechsel zwischen den Leistungsstufen ist schwerer und mit einem Wechsel der Lerngruppe verbunden
  • Klassenlehrer wird zum Fachlehrer

Variante 3, Äußere Differenzierung auf drei Leistungsstufen

Vorteile
  • starke leistunsghomogene Lerngruppen
  • Kleinere Lerngruppen
  • Lehrer kann noch besser auf Lernbedürfnisse der Schüler eingehen
  • durch Hinzufügen von A-Kurs –> bessere Qualifikation für Oberstufe möglich
Nachteile
  • Es werden deutlich mehr Klassen- bzw. Kursräume benötigt
  • Noch höherer Personal- und damit auch Vertretungseinsatz
  • Klasse wird auseinandergerissen
  • Innere Differenzierung als Unterrichtsalternative nicht mehr möglich
  • Ein Wechsel zwischen den Leistungsstufen ist schwerer und mit einem Wechsel der Lerngruppe verbunden
  • Klassenlehrer wird zum Fachlehrer
  • Widerspricht der Philosophie der IGS („integrativer Ansatz“)
  • Provokative Frage: „Welcher Schüler will in den schwächsten Kurs, welche Lehrkraft möchte solchen Kurs unterrichten?“
differenzierung.txt · Zuletzt geändert: 2012/10/27 20:17 von dio